Die Stadt Hillesheim wurde im Juli 2019 und im Juli 2021 in Folge von Starkniederschlägen an mehreren Stellen überflutet. Dabei traten zum Teil erhebliche Sachschäden auf.
Im Rahmen der Erarbeitung des Vorsorgekonzepts wurden die Einzugsgebiete der Gewässer im Umfeld der Stadt analysiert, vorhandene Unterlagen zur hydrologischen Situation ausgewertet und eine Ortsbegehung mit Vertretern der Feuerwehr und der Verwaltung durchgeführt.
Es wurden Einrichtungen der kritischen Infrastruktur erfasst und hinsichtlich ihrer Gefährdungssituation eingestuft.
In einer öffentlichen Versammlung wurden die Erfahrungen, Kenntnisse und Vorschläge der Bürger und Bürgerinnen zu den Hochwasserereignissen abgefragt und in das Vorsorgekonzept eingearbeitet.
Der Entwurf des Vorsorgekonzepts mit den konkreten Maßnahmenvorschlägen wurde mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt und in einer weiteren Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Es wurden Maßnahmen zur baulichen Rückhaltung des Wassers oberhalb der Ortslage sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen erarbeitet. Weiterhin wurden Notabflusswege innerhalb der Stadt identifiziert und Treibgutfänge an kritischen Stellen zur Vermeidung von Verklausungen an Brücken und Durchlässen vorgeschlagen.
Die Maßnahmen wurden hinsichtlich ihrer Umsetzung priorisiert, Verantwortlichkeiten festgelegt und eine Kostenschätzung durchgeführt.
Für die private Hochwasservorsorge wurden den Bürgerinnen und Bürger umfangreiche Informationen zum Objektschutz in und an Gebäuden, zu Nutzungsanpassungen im Abflussbereich, zum Verhalten im Überflutungsfall und zu möglichem Versicherungsschutz gegeben.





