Für den Simmerbach im Hunsrück wurde auf einer Länge von 25 km eine Maßnahmenplanung zur Verbesserung des Hochwasserrückhalts, zur Verringerung der Tiefenerosion sowie zur Verbesserung der Erholungsfunktion erarbeitet.
Auf der Grundlage einer umfassenden Defizitanalyse wurden folgende Problemlagen festgestellt:
- Streckenweise starke Eintiefung mit Geschiebebarrieren und Geschiebedefiziten
- fehlende natürliche Auendynamik durch eingetiefte Gewässersohle
- Mangelnde Hochwasserrückhaltung
- Gravierende Mängel in der Gewässerstruktur
- Hohe Schwebstoff- und Nährstoffbelastung
- Intensivnutzung in der Aue
- Unzureichende Reproduktion der Fischfauna
- Erlensterben und Ausbreitung von Neophyten
- Verwilderung vorhandener Uferrandstreifen (Akzeptanzmangel in der Bevölkerung)
Für die Maßnahmen standen nahezu durchgehend bereits von der öffentlichen Hand erworbene Randstreifen und Auenflächen zur Verfügung.
Ziel war es, möglichst kosteneffektive Maßnahmen zur Förderung der eigendynamischen Entwicklung des Simmerbachs zu erarbeiten und dabei Synergieeffekte für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwassermanagementrichtlinie und FFH-Richtlinie zu erreichen.
Als wesentliche Erkenntnis wurde festgestellt, dass eine Sohlenanhebung mittels Geschiebezugabe sowie die Entwicklung eines durchgehenden Ufergehölzsaums (u.a. als Strukturbildner) entscheidende Bedeutung für die Zielerreichung haben.
Es wurden verschiedene Handlungsschwerpunkte im Streckenverlauf festgelegt und dafür spezifische Maßnahmen ausgearbeitet.
Die Maßnahmen wurden in flächenhafte, linienhafte und punktuelle Maßnahmentypen differenziert und kartografisch verortet.
Für die Ortslagen mit Schwerpunkt auf Ortsbild und Erholung wurden Gestaltungsskizzen angefertigt.





