Mehringer Laach wiederangebunden

Mehring-Moselnebenarm

Im Dezember 2016 konnten die Bauarbeiten zur unterstromigen Wiederanbindung der Mehringer Lach an die Mosel erfolgreich abgeschlossen werden.

Beim Ausbau der Mosel zur Großschifffahrtsstraße war die Stillwasserfläche "Mehringer Laach" als Seitenarm der Mosel zum Schutz der Fische vor Wellenschlag und Hochwasser sowie zur Bereitstellung von Laichplätzen und Aufwuchsstätten für Jungtiere angelegt worden. Dabei wurden seinerzeit auch zwei Betonrohre verlegt, die jedoch rasch durch Sedimenteintrag verstopften, so dass die Mehringer Laach nur noch oberstromig zur Mosel hin geöffnet war und keine ausreichende Durchströmung mehr erfolgte. Bei Moselhochwasser wurde regelmäßig viel Material (Holz, Plastikteile, Geschwemmsel) in die Laach eingetragen und führte hier zu Problemen (Verlandungs- und Fäulnisprozesse mit entsprechender Geruchsentwicklung). Regelmäßig musste das Treibgut mit hohem finanziellem Aufwand beseitigt werden.

Im Auftrag der SGD Nord wurden durch BGHplan Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung des ökologischen Zustands und der Erhohlungsfunktion erarbeitet. Im Juli 2016 wurde die wasserrechtliche Genehmigung zur Wiederanbindung an die Mosel erteilt und im Oktober 2016 wurden die Bauarbeiten beauftragt.

Nach Herstellung des Durchstichs ist eine Insel entstanden. Hier liegen derzeit noch einige Privatgrundstücke, deren Zufahrt durch eine Furt gewährleistet ist. Ziel der Ortsgemeinde Mehring und des Forstamtes Trier ist es, alle Grundstücke in die öffentliche Hand zu überführen, so dass in einem späteren zweiten Bauabschnitt die Furt zurückgebaut und die angestrebte vollständige Öffnung der Laach zur Mosel hergestellt werden kann. Auf der verbleibenden Insel kann sich dann ein naturnaher Auwald entwickeln.

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